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Singapur – Eine Perle der Architektur

Stadtstaat Singapur – so vieles haben wir im voraus gehört: Kaugummi kauen ist verboten und darf auch nicht eingeführt werden. Du darfst nicht auf der Strasse rauchen. Es ist nicht erlaubt ein Taxi auf der Strasse anzuhalten. Singapur ist so sauber das du von der Strasse essen kannst etc. – doch die Realität sieht dann meist doch etwas anders aus.

Über den Landweg ist es in der Tat nicht gerade einfach nach Singapur zu gelangen. Wir kamen mit dem Bus von Malakka. Zwei Brücken führen über das Meer von Malaysia nach Singapur und die Grenze gleicht einem Hochsicherheitsgefängnis.

Die, die gerne rein möchten nimmt man schon ganz genau unter die Lupe. Ben – du komsch hier net rein! – war der Erste in der Reihe und sein bärtiges Gesicht wurde nicht für selbstverständlich angenommen. Der Grenzbeamte war wirklich nett, doch wollte er nicht glauben das es sich in Ben’s Reisepass auch wirklich um Ben handelte. Er wollte den Führerschein sehen, doch der war irgendwo im Gepäck verschollen (und noch älter). Nach 15 Minuten Diskussion machte Ben ihn freundlich darauf aufmerksam das es ja nun nur zwei Möglichkeiten gäbe – er darf rein oder nicht. Der Beamte lies ihn passieren.

Auch 3 Schachteln Zigaretten aus Indonesien befanden sich noch irgendwo im Gepäck, fragt nicht was das anschliessend auslöste. Also Zigaretten dürfen nicht eingeführt werden, ausser man verzollt sie (8 Singapur Dollar pro Pack), genauso wie Alkohol. Aber Kaugummis waren kein Problem. Stempel im Pass und weiter gehts. Der Bus hatte nicht gewartet dafür stand aber schon der Nachfolger da. Im vorherigen Bus hinterliess ich Essen und scheisse meine Kopfhörer.

Irgendwann, wurden wir dann irgendwo aus dem Bus geworfen. Ein Taxi auf der Strasse anhalten? Kein Problem in Singapur!

Singapur feierte im August sein 50jähriges Bestehen und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Früher zählte die Region Singapur zu den ärmsten Regionen Malaysias. Einem guten Leader und der Tatsache das Singapur der wichtigste Handelsplatz mit Hafen in der Vergangenheit war und heute noch ist, verdankt dieser Stadtstaat seinen Reichtum. Auf gerade mal einer Fläche von ca. 40 auf 27 km leben 6 Millionen Menschen. Klar, wenn Fläche fehlt muss Platz in der Höhe geschaffen werden. Was hier architektonisch in den letzten 15 Jahren erbaut wurde (nach Feng Shui), sucht seines gleichen. Jeder der auf moderne Architektur steht sollte sich diese Stadt einmal angesehen haben. Wir waren absolut beeindruckt! Aber klar, in Singapur der Schweiz Asiens liegt auch die Kohle. Unzählige Shoppingcenter, die Strassen gleichen Rennstrecken, das Bankenviertel wird grösser und grösser und ich glaube absolut jede Ecke wird videoüberwacht. Viele Leute rauchen auf der Strasse, aber niemand wirft seine Kippe auf den Boden. In der U-Bahnstation wurden überall Wände mit Türen errichtet damit niemand auf die Gleise fallen kann. Ebenfalls ist auf dem Boden markiert wo man stehen und warten soll, während die andern Passagiere aussteigen. Im Taxi ist es Pflicht das Taxameter anzuschalten und zudem ist es auch noch richtig billig. Ja, es gibt in der Tat viele Regeln die man beachten muss, aber denkt man etwas intensiver darüber nach, machen alle Regeln Sinn.

Singapur strebt ebenfalls an die grünste Stadt der Welt zu werden und ist auf einem guten Weg dort hin. Unzählige, wunderschöne Parks ziehen sich durch die ganze Stadt und das schöne daran ist, dass man sogar nachts rein darf, selbst in den Gardens of the Bay.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass es sich bei jeglichem Wasser in der Stadt, sprich Flüsse, Seen, Kanäle etc. um ein riesiges Frischwasserreservoir handelt. Singapur möchte ebenfalls komplett Wasserunabhängig werden und ist auf dem besten Weg dort hin. Der letzte Vertrag mit Malaysia läuft in den nächsten Jahren aus.

Da nicht jeder in Singapur ein mega Gehalt hat, findet man auch viele günstigere Essensmöglichkeiten und Foodmarkets. Es gibt auch vieles was man kostenlos unternehmen kann. So fanden wir zum Beispiel heraus das es ein Shoppingcenter gibt in dem man kostenlos in den 54. Stock fahren kann und dort eine fabelhafte Aussicht über ganz Singapur hat. Natürlich wird das nicht öffentlich beworben, schliesslich machen andere einen Haufen Geld mit dem Verkauf ihres Ausblicks. Hier auf jeden Fall für euch ein Link der zu 50 kostenlosen Highlights in Singapur führt.

Auch die nette Familie die wir auf Sulawesi kennengelernt hatten, haben wir hier wiedergesehen. Da die Mutter Italienerin ist, gab es sogar mal wieder Pasta. Oh wir sehr haben wir Pasta vermisst. Zu unserem Halbjährigen haben wir uns skurriler Weise in einer Schweizer Bäckerei eine Butterbrezel und ein kleines Fläschchen Gerolsteiner Apfelsaftschorle gegönnt (geteilt), welch zusätzliches Highlight.

Singapur war toll und ich hätte sogar noch ein paar Tage länger dort verbringen können. Mein Fazit: Singapur ist, wie auch New-York, eine Stadt die man einmal in seinem Leben gesehen haben sollte!

1 Kommentar on "Singapur – Eine Perle der Architektur"

  • Hallo Ihr,
    dachte immer, dass Singapur “sack teuer” ist, aber so wie es aussieht kann man sich auch dort aufhalten. Was mich fasziniert ist, dass es dort trotz der Enge noch soviele Grünflächen gibt. Auch das mit der autarken Wasserversorgung ist wohl nicht ohne hohen Aufwand zu realisieren. Singapur scheint wohl eine sehr interessante City zu sein!

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