Titel_Malakka

MALAKKA – DER HEISSESTE FLAIR

Nach 2 Monaten Indonesien und einem schönen Aufenthalt in Malaysias umtriebigen Hauptstadt KL war Malakka eine willkommene, mit Abstand aber auch die heisseste Abwechslung. Uns stand das Wasser von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf der Haut – unfassbar!! Aus diesem Grund schliefen wir meist lange und schlugen uns für eine Woche die Nächte um die Ohren.

Mit von der Partie Konsti und Toni (unsere Indocrew, die wir in KL wieder trafen), Tony von Hawaii und Mr. James aus LA.

Malakka bezauberte mich mit seinem europäischen Flair und mir wurde zum ersten Mal auf der Reise bewusst, wie sehr ich Europa liebe und auch vermisse. Einst war Malakka einer der wichtigsten Handelspunkte Südostasiens mit florierendem Hafen und einer portugiesischen und später holländischen Kolonialherrschaft. Das sieht und fühlt man in der historischen Altstadt, auch wenn hier heute Chinatown vertreten ist. Massenweise asiatische Touristen werden hier täglich durchgeschleusst. Sie kaufen in den unzähligen Souvenirläden schöne Geschenke (also Dinge die die Welt nicht braucht), die wiederum in ihrer Heimat China produziert wurden. Die blinkende rosa, gelb, neonfarbenen, äusserst geschmackvoll geschmückten Fahrradrikschas mit laut dröhnender Musik machen die Gassen unsicher und erfreuten sich äusserster Beliebtheit. Ja, Kitsch kennt keine Grenzen.

Wir mieteten uns ein paar Drahtesel und unternahmen eine Tour durch die Stadt, durch Chinatown, vorbei an Little India und raus auf eine neu aufgeschüttete Insel auf der ein Touristen-Erlebnis-Hotelwunderland in naher Zukunft entstehen soll. Warum? Ja, um noch mehr Touristen zu locken. Der Grossteil der Insel war also eine Baustelle, dazwischen fanden wir Büro- und Wohngebäude in denen jedoch niemand zu leben oder arbeiten schien. Manche der noch sehr neuen Gebäude waren sogar schon wieder am verfallen. Das einzig wahrlich schöne auf der Insel am Meer, war eine Moschee die sich am äussersten Rande befand. Dort verweilten wir ein wenig und genossen die Ruhe, die milde Brise und den Ausblick aufs Meer. Ein heisser Tages-Trip ging zu Ende und wir konnten es nicht erwarten am Abend eines der Highlights der Stadt zu besuchen – den chinesischen Nachtmarkt!
Was für ein Gewussel, welch ein Spass! Neben unzähligen Ständen mit chinesischen Eigenproduktionen und Kopien, gab es ebenfalls sehr viele aussergewöhnliche kulinarische Highlights zu probieren. Auch eine grosse Karaoke-Bühne erfreute sich hier äusserster Beliebtheit. Einwohner des älteren Semesters sangen und schwangen auf dieser das Tanzbein. Auch ich wurde gefragt ob ich nicht mal singen möchte, nun ja die chinesische Sprache zählt nicht gerade zu meinen Stärken. Auf unserem Stuhl im Publikum genossen wir die entspannten Klänge und erfreuten uns der puren Hingabe der Teilnehmer 70+. Wir verbrachten wirklich alle drei Abende des Wochenendes auf dem chinesischen Nachtmarkt und jeden Tag gab es neue Dinge zu entdecken und zu verkosten. Wir waren nach dem Wochenende erstmal alle ein wenig traurig das er nun zu Ende war.

Doch es gibt ja noch viel mehr zu entdecken. Super günstiges und authentisches-indisches-auf-Bananenblatt-mit-den-Fingern-Essen in Little India! Die coolste Reggaebar direkt am River! Durchgeknallte Coverbands! Die Bar der Bars „Shantaram“, in der es eigentlich nur nen Kühlschrank mit Bierdosen gab die ein Opi verkaufte! Unzählige tolle Wandmalereien und Graffitis an jeder Ecke! Antike Geschäfte! Ein chinesischer Tempel in direkter Nachbarschaft einer Moschee! Wir kauften eine Gitarre! Wir veranstalteten ein eigenes grosses BBQ auf der Dachterrasse unserer Unterkunft mit allen Mitbewohnern! Der Chef des Hauses entpuppte sich als ganz schön grosses Schlitzohr und die Kröten im Aquarium des chinesischen Restaurants unter uns wurden von Tag zu Tag weniger. Ja, diese Köstlichkeit liessen wir uns entgehen!

Malakka war toll und wäre es nicht so unerträglich heiss gewesen hätten wir es dort auch länger ausgehalten. Die einzige Sache die sich hier eher negativ und leider auch nachhaltig in unser Gedächtnis brannte: Der unverwechselbare Duft einer Frucht und Spezialität Namens Durian – auch als Stinkfrucht bekannt! Diese gab es an jeder Ecke, in allen Variationen, süss und salzig und noch heute ätzt ihr Geruch in unseren Nasen wenn wir uns an Malakka zurück erinnern. Durian – manch einer ist so begeistert das es sich davon sogar ein Tattoo stehen lässt. Wir zählen leider nicht zu ihren treuen Verehrern!

Auf nach Süden -  auf nach Singapore!

PS: In KL beispielsweise sind Taxis und Busse sogar mit einem „Durian Verboten“ Aufkleber ausgestattet.

1 Kommentar on "MALAKKA – DER HEISSESTE FLAIR"

  • Hallo Sarah, Ben,
    nun bin ich doch mal dazugekommen, macht nach wie vor viel Spaß eure interessanten Berichte zu lesen. Kann mir gut vorstellen, dass es in Malakka in jeder Hinsicht “heiß” hergegangen ist. Aber so sollte es ja wohl sein, wenn man auf Reisen ist.

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