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Gilis – Die Inseln der Katzen

Die Gilis – drei kleine Inseln bei Lombok. Hunde müssen auf Lombok bleiben, hier haben die Katzen die Vorherrschaft.

Paradiesisch schön zeigen sich die drei Geschwister umgeben von kristallklarem Wasser und Korallenriffen. Gili Trawangan auch Gili T. genannt, die grösste der drei, gilt als Partyinsel. Gili Meno ist die schnuckelige kleine Schwester, wer pure Entspannung sucht ist hier genau richtig. Und dann wäre da noch Gili Air, das Mittelding, und angeblich sehr beliebt bei Familien.

Wir strandeten auf Gilt T. 
Das vollbeladene Einheimischenboot schipperte uns sicher über das Meer. Dauer ca. eine halbe Stunde. Vollbepackt versuchten wir beim Aussteigen die Balance zu halten und doch: Schwups die nächste Welle unter dem Boot. In der glühenden Hitze machten wir uns auf eine Unterkunft zu finden, die Nerven lagen bereits nach kürzester Zeit blank, die Mägen knurrten und der Schweiss lief in Strömen. Gerade aus, Gasse links, Gasse rechts – “sagt mal Jungs wo lauft ihr eigentlich hin!?”
Ich sah ein Schild „Homestay Emilia“ und schrie nach Ben. Verzweifelt schaute ich ihn an und bat ihn doch kurz zu fragen ob sie uns eine Unterkunft haben. Merke: Mann mit Bart wirkt in Indonesien sehr oft Wunder… uuund Jack Pott!!! Zwei Bungalows, direkte Strandnähe, eigenes Badezimmer, Klimaanlage und eine erfolgreiche Preisverhandlung. Besser hätte es nicht laufen können!

Neben Hostels und teuren Hotels gibt es hier jede Menge Homestays, letztere findet man oftmals jedoch nicht im Internet. Daher buchten wir auch nicht vorab, sondern liessen es drauf ankommen. Homestays sind in Indonesien eine gute und günstige Alternative wenn man erstens: sein Zimmer nicht immer mit anderen teilen möchte und zweitens: Hotels das Reisebudget auf Dauer sprengen würden. Für indonesische Verhältnisse sind die Gilis nicht gerade günstig, denn sie wissen – wer erst mal auf der Insel ist, ist abhängig, braucht Nahrung, Unterkunft und muss auch irgendwie wieder runter kommen. Auf den Inseln gibt es ausserdem keinen stressigen Verkehr und die Fortbewegung geschieht zu Fuss, mit dem Fahrrad oder wer es ursprünglich mag – mit kleinen Pferdekutschen. Ab und an findet man zwar einen Einheimischen (meist ist dieser unter 10 Jahren) mit Elektroroller, aber auf das Hupen wird hier zum Glück verzichtet.

Die Tage vergingen wie im Flug. Wir verbrachten sie entspannt am Strand im Liegestuhl sowie schnorchelnd im Wasser. Unsere Abende starteten meist auf dem Streetfoodmarkt (wahnsinnig lecker!) und anschliessend ging es in die verschiedensten Beach-Bars mit perfekt einstudierter Livemusik und Schirmchencocktails. An alle Reggae-Liebhaber: auf dieser Insel gibt es wirklich von jedem Song eine Reggaeversion und die sind sogar verdammt gut!

Da wir uns, wie gesagt, als kleine Gruppe mit unserer Bali- und Lombokconnection: Tony, Konsti, David, Corinna und Femke zusammengeschlossen hatten, konnten wir günstig ein privates Glasbodenboot für einen Tag mieten. Sie brachten uns an 2 nicht überlaufene Schnorchelspots und setzten uns ein wenig später für einen Nachmittag auf Meno aus.

Am meisten beeindruckt hat uns jedoch der Sonnenuntergang auf der Rückseite Gili T’s. Eine Schaukel im Meer – wie toll!! Und dann dieses Licht mit Blick auf Bali – wir müssen gestehen – das war bisher der schönste Sonnenuntergang auf unserer Reise! Hier lohnt es sich allerdings ein wenig früher zu kommen, denn sobald der Sonnenuntergang startet will jeder! ein Bild auf der Schaukel schiessen. Da bilden sich schon mal Schlangen wie bei Mapple…
Ausserdem gibt es auf Gilt T. noch ein kleines Open Air Kino am Strand und eine Schildkrötenaufzuchtstation :-) WE LOVE TURTLES!

Im Mai ist auf den Gilis noch keine Hochsaison, es ist bereits ordentlich warm und die Regenzeit ist mehr oder weniger vorüber. Es ist was los, aber nicht komplett überlaufen. Also genau die richtige Zeit um hierher zu kommen.

Ursprünglich waren die Gilis nicht geplant, genauso wenig stand Lombok auf unserer Liste….
Das ist mit das Schönste am Reisen: Nie weiss man was morgen passiert und die spontansten Entscheidungen sind meist die Besten.

Aber bezüglich den Gilis brennt mir eins noch auf dem Herzen: „die Riffe“.
Was uns davor leider noch nicht bewusst war: Diese liegen sehr oft nicht besonders tief im Meer, was zur Folge hat dass jeden Tag Unmengen an Korallen durch das Schnorcheln und Tauchen beschädigt werden und absterben. Bergeweise werd sie an den Strand gespült.
Ich hoffe sehr dass hier zukünftig mehr zum Thema Naturschutz unternommen wird, denn sonst ist spätestens in 10 Jahren dieses kleine Paradies komplett abgestorben.

Zu guter Letzt kam dann noch der grosse Tag und wir mussten uns von Konstantin und Tony, nach einem Monat! gemeinsamen Reisens, verabschieden.
Danke für die super Zeit Jungs!

Für sie ging es nun über Java nach Sumatra. Und wir? Wir landeten auf Sulawesi.

1 Kommentar on "Gilis – Die Inseln der Katzen"

  • Nun sind eure Berichte ja wieder so richtig positiv und es scheint euch auch großen Spaß zu machen. Macht weiter so und genießt die schöne Zeit. Wenn ich dann mal Zeit habe, dann weis ich ja, wen ich fragen kann wo ich hin muss um mich zu entspannen und wo es schön ist. Viele Grüße aus dem nun auch ganz anständig temperierten Germany.

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