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Road Trip NZ

Ich übernehme den trockenen Part. Eine kurze Abhandlung über alles was die Nordinsel sonst noch so für uns zu bieten hatte.

Waihi:
Eine Goldgräberstadt. Über 60 t Gold wurden hier in den letzten 20 Jahren abgebaut. Eine geführte Tour haben wir nicht gemacht, dafür aber einen Blick in den goldenen Krater gewagt. Bestimmt einen guten halben Kilometer tief, werden hier Tag und Nacht Gesteinsschichten abgetragen und von Caterpillar Lastern in die Fabrik gekarrt. Beeindruckend!
Vor Waihi kann man sich auf einen historischen Walk begeben, wunderschön direkt an einem mächtigen Fluss entlang. Auch ein historischer Zug dreht hier seine Runden, jedoch zahlt man dafür wieder mit Barem.

Coromandel:
Schönste Natur, Meer und Wanderwege, sowie ein paar Sehenswürdigkeiten (z.B. die Cathedral Cave). Wir hatten jedoch ziemliche Schwierigkeiten einen nicht geschlossen bzw. nicht überteuerten Campingplatz zu finden. Eine Wanderung haben wir nicht gemacht und frühzeitig diesen Ort verlassen. Doch auch viele anderen Traveller haben davon geschwärmt.

Tauranga:
Unserer Meinung nach nicht wirklich eine schöne Stadt, und eher eine Basis der arbeitenden Backpacker. Hier stehen ein Großteil der Kiwi Plantagen. Der Strand allerdings ist gar nicht mal so übel. Bei Wellengang eignet er sich ganz gut für die ersten Surfversuche und auch Ben hat es gewagt und hat zum ersten mal ein paar Wellen gestanden.

Mc Laren Falls:
Ein wirklich schöner Nationalpark bei dem das Preis-/Leistungsverhältnis fürs Campen (mit warmer Dusche, richtigen Toiletten und BBQ-Area) absolut stimmt. Hier kann man sogar ein paar Tage verbringen ohne dass es langweilig wird. Neben schönen Flüssen zum Kayak fahren gibt es einen Tierpark, den besagten Wasserfall inklusive Glühwürmchen und viel Natur.

Rotorua:
Eine absolute Touristenstadt, in der mit jeder kleinsten Sehenswürdigkeit versucht wird Geld zu scheffeln. Kurz durch gefahren und weiter gehts.

Nicht weit von Rotorua entfernt befindet sich Maori Village, der Gipfel der Peinlichkeit. Ein künstlich angelegtes Ureinwohnerdorf. Hier kann man alle Traditionen und Tänze live und in Farbe erleben. Selbstverständlich haben wir uns dieses Spektakel entgehen lassen, denn: Tradition ist wichtig, aber nicht so!

Taupo am Lake Taupo:
Taupo ist ein nettes Städtchen mit dem wunderschönen See “Taupo”. Ebenfalls sehr auf den Massentourismus ausgelegt hat es sich trotzdem etwas Charme behalten. Hier haben wir zwei schöne Tage mit Hugo verbracht. Gemeinsam haben wir uns in die “Craters of the Moon“ begeben.  Eine geothermale Ebene mit vielen Kratern aus denen es dampft, zischt und blubbert. Ausserdem stinkt es ordentlich nach Schwefel und man kann die Erdwärme mit jedem Schritt spüren. Für 8 NZD pro Person bekommt man einen interessanten Spaziergang durch die Zeit. Dauer ca. 1 Stunde. Auch nicht schlecht: auf dem Weg zu den “Craters of the Moon” gibt es einen coolen Mountainbike Park auf der linken Seite!

Nicht weit davon entfernt befinden sich die “Huka Falls“. Ein mächtiger Wasserstrom in einem unglaublich schönen Türkis. Die Speedboat Fahrten zum Wasserfall waren zu diesem Zeitpunkt schon zu Ende. Tagsüber müssen Massen abgefertigt werden und alles ist ziemlich überfüllt.

Wellington:
Unwissend, doch pünktlich, zum Karneval im Alternativviertel in der Kuba Street haben wir Wellington erreicht. Bei leichtem Regen sind wir erst mal ins Tattoomuseum. Klein aber fein mit einem super netten Tattoowierer haben wir uns von einem Sammelsurium an alten Bildern, Büchern und Tattooinstrumenten der Maori begeistern lassen. Zurück auf der Strasse, ab ins Getümmel, und welch farbenfrohes Fest! An jeder Ecke Musik, leckerstes Essen und kleine Snacks für wenig Geld. Kleine Geschäfte und charakteristische Menschen in teilweise sehr ausgeflippte Kostümen laden zum „People-Watching” ein. Nach sehr langer Zeit haben wir uns mal wieder so richtig wohl gefühlt. Wir haben hier einen schönen Nachmittag in einer echten Stadt verbracht. Danach ging es weiter zu einem, man mag es kaum glauben, kostenlosen Parkplatz mit Übernachtungsmöglichkeit direkt am Meer. Leider hat an diesem Tag das Wetter nicht wirklich mitgespielt und so konnten wir den Abend am fast südlichsten Punkt der Nordinsel nur mit einem improvisierten, jedoch sehr leckerem, Abendessen ausklingen lassen. Zudem war der Platz komplett mit Backpackern überfüllt.

Wir hätten wirklich noch mehr Zeit in Wellington verbringen können, doch leider hatten wir 2 Tage früher schon unseren Tiefpunkt erreicht und beschlossen Neuseeland vorzeitig zu verlassen. Wellington ist wahrscheinliche die einzige Stadt in der man sich vorstellen könnte ein zu leben. Die Innenstadt ist zwar nicht berauschend schön, doch man spürt einen Charakter. Sie überzeugt ausserdem mit unzähligen Hügelchen und Berge an denen die Wohngebiete liegen. Hier findet man ein wenig San Francisco Flair. Unser Weg führte uns jedoch zurück nach Tauranga/ Papamoa um unser Auto zu verkaufen und dieses Land schnellst möglich zu verlassen. Die Gründe hierfür finden sich dann in unserem abschliessenden Bericht.

In Tauranga hatte gerade die Kiwi Saison begonnen und Backpacker sowie Arbeiter benötigten ein Auto um auf die Farmen zu gelangen, und so dachten wir es ist sicherlich von Vorteil sich dort niederzulassen denn als wir das letzte mal vor Ort waren, gab es kein Überangebot an Autos. Also versuchten wir dort unser Glück.

Wir verbrachten 1,5 Wochen in Papamoa auf einem Campingplatz direkt am Strand. Wir konnten Amelie und Yannick helfen ihren Van zu richten, Pancha entspannt und günstig durch die WOF bringen und die Nachmittage am Strand verbringen. Doch einen Anruf für das Auto gab es leider nicht. Gelangweilt, deprimiert beinahe resigniert beschlossen wir nach Auckland zurück zu fahren. Und es hat sich gelohnt – wir hatten wirklich sehr grosses Glück! Wir konnten nach nicht mal 3 Tagen erfolgreich unser Auto verkaufen – damit hatten wir wirklich nicht mehr gerechnet. Denn die Konkurrenz ist in Auckland unglaublich groß! Anscheinend müssen wir immer erst unsere Buse aussitzen bevor das Glück wieder an unsere Seite rückt.

Die letzten Tage verbrachten wir in der Oaklands Lodge mit Mattia und Hugo. Und wie es das Schicksal so wollte trafen wir dort auf Konstantin und Tony. Wir stellten fest dass wir im gleichen Flieger nach Bali sitzen werden und so beschlossen wir vorerst gemeinsam los zu ziehen. Seit einer Woche geniessen wir nun die Sonne, die Wärme, das Meer und erholen uns von unseren Erkältungen die wir als Andenken aus dem zwischenzeitlich sehr kalten Neuseeland mitgebracht haben.

Somit können wir heute wieder sagen:

Life is beautiful!

6 Kommentare on "Road Trip NZ"

  • Wie immer ganz tolle Bilder. Wird bestimmt noch viel schöner! Eure Göttin

  • Auch ich hatte mir von NZ mehr erwartet, habe öfters mal mit Sarah darüber gesprochen. Nu ja man kann sich ja viele Dinge wünschen, muss aber i. d. R. das nehmen was man bekommt. Aber ihr seid nun eine Erfahrung reicher und ich ebenfalls >> Danke!!
    Wichtig ist, dass ihr “gut “durchgekommen” seid!
    Nun seid ihr aber wieder auf “Rille” und freut euch auf das was da noch kommt, genießt es, jetzt ist die Zeit dazu!
    Viel Spaß und Freude weiterhin für euch und ich freue mich schon jetzt auf eure Fotos, die sind einfach Klasse!!
    Wie gut dass es das www. gibt!!

  • Schade, dass NZ letztendlich nicht ganz das gewesen ist, was ihr euch erhofft habt. Was aber in jedem Fall bleibt, sind schlicht geniale Fotos !

    Chapeau ! Ich ziehe meinen Hut vor “eurem Auge”.

    • Ben

      Vielen Dank Herr Papa! :)
      Ja, was soll man machen. Entweder es geht, oder eben nicht… Auf jeden fall muss es weiter gehen! Und jetzt fühlt sich das alles auch wieder richtig gut an! Liebste Grüße in die Heimat!

    • Die Fotos sind wirklich der Knaller! Richtig tolle Aufnahmen!
      Geniesst Bali und lasst euch nich eure Sonnenbrillen klauen;)

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