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Ben

ROAD TRIP AU

Der ein oder andere hatte es vielleicht schon mitbekommen unser “Hippie Camper“ entpuppte sich als “Shitty Camper“. Aber wir ließen uns die Laune nicht vermiesen.
Nachdem wir Jurassic Park verlassen hatten führt uns unser Weg durch zahlreiche Orte.
Orte an denen man freiwillig wohl nicht leben möchte. Naja, außer man is(s)t Gourmet, dann kommt man wirklich in jedem kleinsten Dorf auf seine Kosten. Diese kulinarischen Highlights (alle 50-100 km) sind schnell zusammengefasst:
Mac Donald’s, Hungry Jacks (aka Burger King), Subway, Red Rooster, KFC und Domino’s Pizza!
Die besagte Pizza bekommt man bereits ab 5 AUD!, Durchmesser 30 cm, 5500 kj (damit wird hier geworben!!)… sie reicht für zwei Personen und nachdem Verzehr ist eine 2-stündige Fressnarkose gewährleistet. Auf Fast Food sollte die australische Regierung wohl eher eine Steuer erheben – nicht aufs Bier! Ein Kasten kostet nämlich umgerechnet 30€+, doch das australische Alkoholproblem wird dadurch nicht verringert… SEHR DUBIOS!!!

Zurück zum Thema: Unser nicht klimatisierter Camper trieb uns also schneller voran als geplant, und da aktuell keine Saison ist, trafen wir auf mehr Einheimische als auf Touristenmassen. Dafür auf Klimazonen die man sonst am Amazonas vorfindet. Doch der Highway führte uns, relativ unbeeindruckt von unseren Hitzewallungen, über unzählige Flüsschen, vorbei an tiefgrünen Regenwäldern hin zu den, teils sehr unterschiedlichen, Städten entlang der Ostküste Australiens.

Ein kleiner Überblick:

Townsville: Moderne Stadt mit kostenloser Schwimmlagune.

Bowen: Preisgekrönter Strand – schwimmen zu dieser Jahreszeit nicht möglich. Und, wir sahen unsere erste Schlange!!

Airlie Beach: DER Zugang zum Great Barrier Reef (ich denke ihr wisst Bescheid…). Sonst eher unspektakulär und auf Touri aus. Kostenlose Schwimmlagune – check!

Mackay: Irgendwie hatte dieses Städtchen etwas unheimliche Vibrationen. Zum Glück haben wir ein sehr nettes Schweizer Pärchen kennengelernt mit denen wir, trotz großer grüner Spinne, einen super Abend verbracht haben.

Sarina: Großartiger Strand, netter Lifeguard, keine Menschen, was gefuttert und weiter.

Agnes Water: Einige Surfer und endlich mal wieder ins Meer! Hippie Camper Mitarbeiter am Telefon und erst mal ordentlich Dampf abgelassen…

Yapoon: Sehr schöne Küstenstraße gefunden, Horrorgeschichten von Krokodilen in nächster Nähe, n heftiges Gewitter, schwarze Kakadus und Sarahs erster Arztbesuch.

Rockhampton: Geburtstag! Spontaner Besuch im kostenlosen Zoo des Botanischen Gartens. Leider viel zu heiß, und der Schweiß lief in Strömen. Auch den Tieren war das zu heiß und bis auf einen Koala ließ sich nicht wirklich ein Tier blicken.

Gladstone: Arbeit und Industrie! Ein wenig südlich fanden wir einen schönen Caravan Park und machten zu Ehren des Geburtstagskinds ein fettes BBQ.

Bundaberg: Bekannt für Rum und Ginger Bier. Günstigen Caravan Park außerhalb gefunden. In einem wirklich kleinen Kaff mal nachgefragt ob man hier schön Essen gehen kann. Der Besitzer: “Ja klar, hinter dem Leuchtturm – unser “Lighthouse Hotel Motel” – mit bestem Restaurant!“ Also haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht. In der Abenddämmerung um die Ecke gebogen, und Sarah konnte es kaum glauben, wilde Kangaroos!! Endlich!! Mitten in der Stadt…!! Der Abend war jetzt schon gerettet!! Weiter, vorbei am Leuchtturm, (war eher eine Miniaturausgabe von dem was wir darunter verstehen – Höhe ca. 2,50 Meter). Das Restaurant gefunden – und!? Ein Bistro! Pies, Fish & Chips + Burgers!? In unserer Depression kaufen wir schnell eine Flasche Wein und machen uns auf den Weg zurück zum Park.
Was war das denn………!

Am nächsten Tag wurde der Highway durchs Hinterland besonders schön.

Hervey Bay: Menschenleerer Strand. Wir fragen im Restaurant nach ob es hier Quallen gibt. Der Besitzer: „Nein.“! Also ab ins Wasser!
Wir beschlossen später uns einen besonders schönen Caravan Park zu gönnen um den letzten Abend schnell vergessend zu machen. Vielleicht endlich mal an der Promenade umher schlendern? Gesagt getan. Da keine Hauptsaison war, alles etwas tot. Zudem hatten wir ein mieses Abendessen im Irish-Pub. So mies dass Herr Flumm sich entschloss dem Essen eine 2te Chance zu geben – in der Toilette… Vorerst geheilt von Burgern dann noch an den Strand. Ha Junge, wie war das gleich noch mit den Quallen!? Was lag am Strand? 30 cm pures Gift – BLUE BOTTLE!!! Well done Restaurantbesitzer!! Highfive!!

Noosa: Hier machen also die Schönen & Reichen Urlaub… Das Venedig der Neuzeit. Der Prolo-Prinz unter den Facebooknutzern. Reichlich Strand, noble Restaurants, schicke Boutiquen und unzählige Villen mit kleinem Privatstrand und eigenem Bootssteg entlang der unzähligen Wasserlagunen. Spartanische Knoblauchspaghetti und einem Spaziergang ins Städtle später, inkl. erfolgloser Suche nach einem Pub, kamen wir mit unseren Nachbarn ins Gespräch. Wir holten das Bierchen nach. Eine sehr nette Familie aus “Gympie“ die uns später anbot mit ihren 2 Kanus eine Ausfahrt zu machen. Und so paddelten wir am nächsten Morgen durch die Lagunen, betrieben Spionage, schauten uns die Villen der Reichen & Schönen noch etwas genauer an – wir gönnten uns etwas Glitzer im Haar!! Es war ein Fest. Danke Fiona!!!

Sunshine Coast: Der Highway führt entlang der Küste. Fantastisch!

Bribie Island: Noch eine letzte Nacht irgendwo im Nirgendwo. Aber: NO NUDE BATHING!! Dass das klar ist!!

Brisbane: Wir stellten fest dass Australien gegen China im Viertelfinale des Asia Cups steht. In Brisbane! Spontan 2 Karten für wenig Geld besorgt und auf super Plätzen absoluten Spitzenfußball geschaut. Ach so, Fußball steht in Australien nicht gerade an erster Stelle und auch das mit der Stimmung im Stadion müssen wir noch etwas üben – da kann auch die beliebte “Dancecam” nicht mehr viel ausrichten. Es war ein super Erlebnis!
Am letzten Tag, vor Abgabe des Campers, wollten wir eigentlich noch etwas Brisbane erkunden, leider machte uns hier das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete in Strömen. Also im Camper 12 h Serie gucken, Domino‘s 5 Dollar Pizza futtern und die anschließende Narkose aussitzen. Job’s done!
Am nächsten Tag den “Shitty Camper” zurückgegeben und ne ordentliche Rückerstattung rausgehandelt – lang lebe Hippie Camper!

Nun noch kurz ein paar Fakten zu den Queensländern:

  • Alles läuft etwas langsamer…. NO WORRIES, MATE!! 
  • Lieblingshobbies: Angeln, golfen, saufen
  • Hier baut man keinen Carport für’s Auto – sondern für’s Boot
  • Lieblingsmusik: Country
  • Lieblingsbier: “XXXX Gold”
  • Spritkosten: 0,99 AU$ / Liter

Nun sind wir seit etwa einer Woche wieder „daheim“! Daheim in Sydney bei Katha und Danny! Die wahrscheinlich besten Gastgeber die es gibt! Danke! Nochmal und nochmal!

Stadt genießen, Sport machen, lecker Essen gehen und langsam Neuseeland planen.
Am 11. Februar geht unser Flieger nach Auckland – wir freuen uns!

Bis dahin – Liebe Grüße aus Australasien!

Ben & Sarah

2 Kommentare on "ROAD TRIP AU"

  • Na ihr Beiden,
    vernünftiges “Futter” ist da unten wohl Mangelware?? Aber Sarah hat wenigstens ihre ersehnte Begegnung gehabt.
    Scheint ja ein interessantes Land zu sein, wenn man sich abseits der “Turipfade” bewegt.
    Bin schon höchst gespannt was Ihr aus Neuseeland an Erlebnissen berichtet.
    Viel Spaß und eine weiterhin tolle Zeit wünschen ich euch!!
    PS: bei uns ist es nun doch mal weiß und kalt geworden!

  • Hallo Ihr Beiden,
    hört sich alles total spannend, manches nicht so dolle, aber trotzdem klasse an.
    Was war mit Sarah (Arzt)?
    Weiterhin viel Spaß wünscht Euch
    Eure Uschi

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